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Karen Schwenke zu den San-Francisco-Plänen

Kommentar Karen Schwenke zu den San-Francisco-Plänen

Es war ein nüchterner Akt, der viel Potenzial hat. Mit der Gründung des Vereins „The Bay Areas“ haben sich zum ersten Mal namhafte Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft in Kiel zusammengeschlossen, um eine Städtepartnerschaft und die Kooperation zweier Regionen zu unterstützen. Das Ganze hat nur einen Makel: Die offizielle Partnerschaft zwischen Kiel und San Francisco gibt es noch nicht.

Sie würden auch ohne diese Formalität fortfahren, beteuern die Gründungsmitglieder. Aber allen ist klar: Ohne dieses Leuchtturmprojekt wird es auf Dauer schwer sein, die Vereinsarbeit fortzusetzen. Zu ungleich sind die Partner: Auf der einen Seite Kiel und Schleswig-Holstein mit bescheidener Wirtschaftskraft und internationaler Bedeutungslosigkeit. Auf der anderen Seite die Bay Area mit unvergleichbarer internationaler Anziehungskraft, vor allem durch die boomenden Internetgeschäfte im Silicon Valley, aber auch durch die renommierte Stanford University.

Wollen die Schleswig-Holsteiner Erfolg haben, brauchen sie die Städtepartnerschaft als Türöffner. Nur so können sie sich unterscheiden von den vielen Delegierten aus aller Welt, die im Silicon Valley auf Kontaktsuche sind. Die Kooperation von Kiel und San Francisco baut auf persönliche Sympathien und die Hilfe eines deutschstämmigen Mitglieds in der Kommunalregierung. Eine ideale Konstellation, aber sie dauert nicht ewig. Nun muss die Kieler Ratsversammlung über die Partnerschaft entscheiden. Sie sollte sich beeilen.

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Kiel/San Francisco
Foto: Kiel und San Francisco - hier die Golden Gate Bridge - streben eine Städtepartnerschaft an.

Schleswig-Holstein könnte schon bald einen exklusiven Zugang zum Silicon Valley haben: Zwei Monate nachdem die Oberbürgermeister von Kiel und San Francisco eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit unterzeichnet hatten, gründete sich in Kiel der Verein „The Bay Areas“.

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