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Martina Drexler zu den Kosten für Olympia

Kommentar Martina Drexler zu den Kosten für Olympia

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sagte einmal, er sehe mit Freude der kontroversen Debatte über die Olympia-Bewerbung entgegen. Als leidenschaftlicher Olympia-Botschafter wird er bis zum Bürgerentscheid besonders viel Freude haben. Denn Gegner wie die große Anzahl der Unterstützer, die bereits seit Wochen Feuer und Flamme für die Wettkämpfe 2024 sind, wissen jetzt, wie teuer die Spiele die Stadt kommen: maximal 41 Millionen Euro.

Unbestritten ist das eine Riesensumme für die verschuldete Stadt. Unbestritten ist aber auch, dass die Segelwettbewerbe eine Riesenchance sind, die Stadtentwicklung in einen Turbogang zu versetzen. Die Politik hat sich mit Ausnahme der Linken geschlossen hinter die Verwaltung gestellt. Die Kostenschätzungen dürften SPD, Grüne, SSW, CDU und FDP eher in ihrer Begeisterung stärken.

Die Stadt hat offenbar sehr vorsichtig bis 2024 hochgerechnet, Risiken und Inflation einkalkuliert. Herausgekommen ist eine für Kiel tragbare Summe. Zumindest dann, wenn man ihr den unschätzbaren Wert einer Image-Aufwertung und Weiterentwicklung durch Zuschüsse gegenüberstellt und berücksichtigt, dass Kiel sowieso viel Geld in den in die Jahre gekommenen Segelstandort Schilksee stecken muss. Die Stadt legt die Zahlen nun offen auf den Tisch und liefert so eine fundierte Entscheidungshilfe für den Bürgerentscheid am 29. November. Die Frage ist jetzt: Sind die Spiele den Kielern und Kielerinnen so viel wert?

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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