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Martina Drexler zur Förderung der Spitzenforschung

Kommentar Martina Drexler zur Förderung der Spitzenforschung

Mit Eliten-Förderung tut sich das deutsche Bildungssystem bekanntlich schwer. Man denke nur an die Hochbegabtenförderung an den Schulen, die vielerorts ein Schattendasein führt. Seit die Exzellenzinitiative 2006 an den Start ging, hagelte es auch hier immer wieder zum Teil berechtigt Kritik.

Was sei mit der Lehre? Entstehe nicht ein Zwei-Klassen-System in der Forschung?

Dass Bund und Länder über das Programm in den kommenden Jahren bis zu fünf Milliarden Euro in die Spitzenforschung pumpen wollen, ist aber erst einmal eine gute Nachricht für die unterfinanzierten Hochschulen im ressourcenarmen Schleswig-Holstein. Für sie erwiesen sich die Geldspritzen aus dem Programm in der Vergangenheit als Innovationsschub und Jobmotor. Die Chancen, den Zuschlag für zumindest einen Forschungsverbund zu erhalten, stehen für die Kieler Universität und ihre Partner gut – auch wegen der Unterstützung durch das Land.

Gut an dem neuen Förderkurs sind etwa das Plus an Planungssicherheit und die wissenschaftlich fundierten Verfahren. Doch die Erwartungen sollten nicht zu hoch sein, auch wenn Gutachter der Exzellenzinitiative zu Recht bescheinigten, die deutsche Hochschullandschaft aufgemischt und vorangebracht zu haben. Andere Länder stecken noch deutlich mehr Geld in ihr Forschungssystem. Von der Strahl- und Innovationskraft renommierter Denkfabriken wie Harvard sind deutsche Universitäten daher noch weit weg.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Uni Kiel
Foto: Einblick ins Kieler Nanolabor: Die Universität hofft auf Förderung ihrer Wissenschaftler in der dritten Förderphase der Exzellenzinitiative.

Noch mehr Geld und das auch noch dauerhaft: Mit 533 Millionen Euro jährlich wollen Bund und Länder künftig die wissenschaftliche Elite fördern. Davon profitiert auch die Spitzenforschung an der Kieler Universität.

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