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Martina Drexler zur Kieler CDU

Kommentar Martina Drexler zur Kieler CDU

Während anderswo im Land die Kandidatenkür mit Mauscheleien einherging, landete die Kieler CDU nach einer recht harmonischen Versammlung einen Coup. Jung, weiblich, städtisch und mit Migrationshintergrund beschert Floriana Igrishta ihrer Partei als Kandidatin eine Traumkombination.

Mit ihr als landesweit jüngster Bewerberin, mit Tobias Loose als Landesvize und Spitzenmann der Jungen Union sowie Kiels stellvertretendem Stadtpräsidenten Robert Vollborn präsentiert die Kieler CDU eine interessante Bewerberriege für die Landtagswahl.

Seit vielen Jahren erobern die Sozialdemokraten alle drei Wahlkreise direkt. Dass das neue CDU-Trio diese rote Vorherrschaft sprengt, ist zwar nicht zu erwarten, schon gar nicht auf dem Ostufer, wo Neuling Igrishta auf den langjährigen SPD-Landtagsabgeordneten Bernd Heinemann trifft. Aber die CDU-Kandidaturen erhöhen den Druck gleich zweifach: zum einen auf die Kieler SPD, zum anderen auf die Landes-CDU.

Jung und weiblich hat nämlich auch die SPD als Devise ausgegeben, um als moderne Großstadt-Partei punkten zu können. Vier Spitzenpositionen, bisher alle in Männerhand, hat sie zu vergeben – neben den Landtagswahlkandidaturen auch die Bewerbung für ein Bundestagsmandat. Zumindest eine davon müsste an eine Frau fallen. Aber auch auf die CDU-Landespartei wächst der Druck, die Liste so aufzustellen, dass ein Kieler große Chancen hat, in den Landtag einzuziehen. Tobias Loose gilt als Favorit. Es wird spannend.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kieler CDU
Foto: Robert Vollborn, Floriana Igrishta und Tobias Loose gehen für die Kieler CDU ins Rennen.

Riesenüberraschung bei der Kieler CDU:  Bis zur Mitgliederversammlung am Sonnabend hatten nur Bewerbungen von vier Männern als Kieler Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 vorgelegen.  Doch einer von ihnen, Ratsherr Nue Oroshi zog die Kandidatur zugunsten der 21-jährigen Floriana Igrishta zurück.

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