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Michael Kluth zum Dortmund-Liverpool-Spiel

Kommentar Michael Kluth zum Dortmund-Liverpool-Spiel

Die größte Szene dieses großen Fußballspiels gab es nach dem grandiosen 4:3-Sieg des FC Liverpool gegen Borussia Dortmund: Jürgen Klopp, Liverpools Trainer und Dortmunds Volksheld, geht gemäßigten Schrittes eine Ehrenrunde und feiert mit den englischen Fans.

Dann geht er sehr langsam, aber ohne Zögern in die Gäste-Kurve und applaudiert respektvoll den BVB-Fans. Nicht alle, aber die meisten von ihnen applaudieren herzlich und ebenso respektvoll zurück. Dem Zuschauer daheim läuft ein Schauer über den Rücken.

Es sind solche Szenen, die großen Sport zu einem unvergesslichen Ereignis über das eigentliche Spiel hinaus machen. Es sind Momente, die nur der Sport schenken kann. Franz Beckenbauer allein auf dem Rasen seines römischen WM-Finaltriumphs 1990. Vlado Stenzel mit goldpapierner Königskrone auf den Schultern seiner Spieler nach dem Handball-WM-Sieg 1978 in Kopenhagen. Klopp in der Kurve. Momente für die Ewigkeit.

Das Spiel selbst, Viertelfinale der Europa-League, war unvergesslich genug. 4:3 nach 1:3. Siegtor in letzter Sekunde. Eine Wunder-Wende, ein Wende-Wunder. Klopp bezwingt den Riesen, den er selbst erschaffen hat. Die Anfield Road bestätigt ihren eigenen Mythos. Jedem Fußballfan geht das Herz auf, ja: Darum lieben wir Fußball. Und wer es noch nicht war, der wird es jetzt: Fußballfan.

Es ist ein Abend, nach dem man einmal einen Satz sagen darf, für den man sonst für verrückt erklärt würde: Fußball ist... Liebe.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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