19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Michael Kluth zum Saisonauftakt von Holstein Kiel

Kommentar Michael Kluth zum Saisonauftakt von Holstein Kiel

Wir sagen es lieber gleich, bevor es zu spät ist: So wird das nichts, Holstein Kiel. Eine Mannschaft, die nicht in der Lage ist, ein Heimspiel wie das am ersten Spieltag gegen den zusammengewürfelten, harmlosen Haufen vom FSV Frankfurt zu gewinnen, genügt den Anforderungen nicht.

Die (Fehl-)Leistung vor dem gegnerischen Tor spricht dem Anspruch Hohn, sich von Anfang an im oberen Tabellendrittel festzusetzen und um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitzuspielen. Diesen Anspruch hat der Verein vor der Saison zurecht selbst formuliert; es ist auch der Anspruch der Fans und der Sponsoren. Noch so eine Saison wie die letzte kann sich keiner gefallen lassen. Auf der Tribüne haben sie Holstein am Schluss wieder ausgelacht.

Ja, wenn Lewerenz, Sané, Drexler, Bieler, Janzer ihre Torchancen genutzt hätten, dann... Haben sie aber nicht. Die Litanei vom Wenn und Aber ist ausgesungen. Es erweist sich schon im ersten Spiel als fatale Fehleinschätzung der Führung, nach dem Prinzip Hoffnung nur darauf zu setzen, dass aus einem unbestritten hochwertigen Mittelfeld heraus schon irgendeiner treffen wird.

Die Frage liegt nahe, wie der aussortierte Stürmer Marc Heider vor so einem Mittelfeld agiert hätte. Es stimmt ja: Torjäger wachsen nicht auf den Bäumen – aber man muss sie ja auch nicht wegschicken. Der Trainer mag auf das Thema Knipser nicht mehr angesprochen werden („Ich kann es nicht mehr hören“), aber – bei aller Sympathie – wir sagen es lieber gleich: Wer nur schön spielen lässt, riskiert das Mögliche.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

Mehr aus KN-Kommentare 2/3