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Patrick Tiede zur Erstaufnahme von Flüchtlingen

Kommentar Patrick Tiede zur Erstaufnahme von Flüchtlingen

Der Durchbruch ist da, die Zuversicht vor dem Kieler Flüchtlingsgipfel wächst: Dass Land und kreisfreie Städte sich auf die Einrichtung neuer Erstaufnahmeeinrichtungen geeinigt haben, ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Wird damit den Flüchtlingen doch künftig tatsächlich jene sechswöchige Aufenthaltsdauer ermöglicht, um in der Erstaufnahme alle wesentlichen Verfahren durchlaufen zu können: Das reicht von der Registrierung über Gesundheitsuntersuchungen bis zur Asylantragsstellung.

In Zukunft soll auch noch eine Art biografisches „Profiling“ mit Angaben zu Ausbildung und Qualifikation dazukommen, um die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Das alles ist wichtig, um nach einer Odyssee durch halb Europa einen völligen Fehlstart in der neuen Heimat zu vermeiden. Dass Kiel, Lübeck und Flensburg sich mit ihrer Forderung durchgesetzt haben, die Kapazitäten aus den Erstaufnahmen bei der späteren Unterbringung von Asylbewerbern anzurechnen, ist weder verwerflich, noch kann es überraschen.

Die Städte saßen hier gegenüber dem Land am längeren Hebel, weil sie als Standort aufgrund der optimalen Infrastruktur alternativlos sind. Doch das letzte Lied ist hier noch nicht gesungen: In der Verteilungsfrage gibt es viele Stellschrauben, an denen derzeit auf und unter dem Verhandlungstisch gedreht wird. Das Land wird die Städte auch bei der Unterbringung nicht aus der Verantwortung entlassen. Beide Seiten täten gut daran, ihren bisherigen Kurs fortzusetzen und sich nicht gegenseitig ständig neue Rechnungen aufzumachen.

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Ein Artikel von
Patrick Tiede
Redaktion Lokales Kiel/SH - Landeshaus-Korrespondent

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