9 ° / -1 ° Regenschauer

Navigation:
Paul Wagner zur Flüchtlingspolitik

Kommentar Paul Wagner zur Flüchtlingspolitik

Der Winterabschiebestopp steht zur Disposition. Ebenso das Taschengeld und die Klassifizierung der Herkunftsländer. In diesen Tagen müht sich die Politik besonders, Bollwerke gegen die steigende Zahl der Flüchtlinge zu bauen. Als ließen sich die Probleme mit ein paar Drehungen an den Stellschrauben der bundesrepublikanischen Asylgesetzgebung ändern.

Je mehr Krieg und Perspektivlosigkeit in den Krisenregionen der Welt herrschen und je mehr der Wohlstand auf der Sonnenseite der Erdkugel zu wachsen scheint, desto mehr Menschen machen sich auf den Weg. Aus Afghanistan, Syrien oder vom sogenannten Westbalkan – legal oder illegal.

Während sich die Erstversorgung mit Containern und Feldbetten generalstabsmäßig organisieren lässt, wird die langwierige Integration derer, die offiziell bleiben dürfen, um ein Vielfaches schwieriger werden. Das zeigt die Erfahrung aus den vergangenen Jahrzehnten deutscher Einwanderungspolitik. In Rendsburg gab es jetzt viel Hilfe und Herzlichkeit für die neuen Bewohner eines provisorischen Flüchtlingscamps, das die bestehenden Einrichtungen entlasten soll. Doch die überraschende Entscheidung zum Bau der neuen Erstaufnahmestelle am Stadtrand wirft auch Fragen auf. Warum die Bevölkerung über Nacht vor vollendete Tatsachen gestellt und erst danach zur einer Einwohnerversammlung eingeladen werde, fragen sich nicht wenige Rendsburger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Landespolitik
Foto: Innenminister Stefan Studt erwägt die Abschiebung im Winter.

Stefan Studt (SPD) leitet eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik des Landes ein. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis kann sich der Innenminister vorstellen, auch im Winter Flüchtlinge abzuschieben. Das erklärte er am Wochenende.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus KN-Kommentare 2/3