9 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ralf Abratis zum Segeln in Kiel

Kommentar Ralf Abratis zum Segeln in Kiel

Mit dem Wechsel der Klassen nimmt die Kieler Woche frische Fahrt auf. Die große Präsentationsbühne ist aber abgebaut. Die Vertreter vom Weltseglerverband ISAF und vom DOSB haben sich mit den Olympiaklassen verabschiedet. Sie kamen, um Eindrücke zu sammeln bezüglich der Tauglichkeit Kiels für Worldcup und Olympia, und sie gaben – öffentlich oder im internen Gespräch – Rückmeldung.

 Gegenüber der ISAF demonstrierte Kiel, welche Qualität in Schilksee herrscht. Trotz schwieriger Bedingungen brachten die Wettfahrtleitungen mit gutem Timing und klaren Entscheidungen ein ansehnliches Programm, nah am Maximum, über die Bahn. Die mediale Aufbereitung des Segelns sucht dazu weltweit ihresgleichen. Dieses Event hätte mehr Top-Athleten verdient. Beide Seite sollten erkannt haben, dass sie ohne einander nicht können. Die ISAF braucht für die Aufwertung ihres Worldcups die Kieler Woche, und Kiel braucht den Worldcup, um auf das alte Niveau zurückzufinden.

Der DOSB formulierte mit Blick auf eine Olympiabewerbung deutliche Erwartungen zur Erneuerung des Standorts Schilksee. Die deutsche Sportspitze hat verstanden, dass sie für ein erfolgreiches Olympia-Bieter-Rennen auch einen starken Segelpartner braucht. Doch wer Veränderungen will, der muss auch liefern. Kiel musste sich international zuletzt gegen besser ausgestattete Standorte behaupten. Ein Aufgabe von nationaler Bedeutung erfordert bundesweiten Rückhalt. Die kreativen Köpfe für eine Umsetzung sind in Kiel bereits am Ruder.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ralf Abratis
Sportredaktion

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3