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Robert Michalla zur Wahlhilfe

Kommentar Robert Michalla zur Wahlhilfe

Ihr Tag beginnt früh und dauert mitunter bis tief in die Nacht. Ihre Arbeit schafft den Boden für die Demokratie, doch ihr Lohn ist abgrundtief niedrig: Freiwillige Wahlhelfer zu finden, wird schwieriger.

Doch das muss nicht sein. Deutschland gilt als eine der vorbildlichsten Demokratien weltweit. Das Recht, wählen zu dürfen, ist eines der höchsten Güter. Doch aus Rechten erwachsen auch Pflichten. Warum also nicht Wahlhelfern von vornherein ihr Amt auferlegen, statt wie jetzt in erster Linie auf Freiwilligkeit zu setzen?

 Die Idee: Jeder Wahlberechtigte muss das Amt des Wahlhelfers – im Wechsel mit den anderen 2,2 Millionen Wahlberechtigten in Schleswig-Holstein – im Wechsel übernehmen. Ausreden gelten nicht. Wer möchte, kann sich gern freiwillig melden. Dieser Schritt hat mehrere Vorteile: Wähler erhielten zum einen konkrete Einblicke in die Abläufe der oft als abstrakt empfunden Demokratie. Dadurch könnte die oft beklagte Politikverdrossenheit sinken. Zum anderen erhielte das Amt des Wahlhelfers einen höheren Stellenwert, weil es nicht mehr auf den Schultern weniger lastet. Es träfe nicht immer dieselben – nicht selten Rathausmitarbeiter –, die sich vor Jahren einmal mehr oder weniger freiwillig gemeldet hatten und seither einen Wahlsonntag nach dem anderen in den Wahllokalen verbringen. Das Opfer, alle Jubeljahre einmal zum Wahlhelfer verpflichtet zu werden, fällt dagegen sehr gering aus.

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Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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Sechs Wochen vor der Landtagswahl ist es eines der größten Probleme, ehrenamtliche Wahlhelfer zu finden. Nach den Worten von Bernd Saxe, Vorsitzender des Städteverbands Schleswig-Holstein, ist die Suche in den vergangenen Jahrzehnten „immer schwieriger“ geworden.

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