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Thomas Pfeiffer zum Klassenerhalt des HSV

Kommentar Thomas Pfeiffer zum Klassenerhalt des HSV

Grenzenloser Jubel, Erleichterung pur. Der Hamburger SV bleibt auch im 53. Jahr in der Fußball-Bundesliga. Das letzte niemals abgestiegene Gründungsmitglied behält sein Alleinstellungsmerkmal. Damit sind die guten Nachrichten aber auch schon erschöpft.

 Denn ein „Weiter so“ kann und darf es nicht geben. Es gibt viel zu tun, sehr viel. Zum zweiten Mal in Folge hat der HSV erst im allerletzten Moment den Absturz in Liga zwei vermieden – eine sportliche Bankrotterklärung eines Kaders, der mit einem Gehaltsvolumen von 52 Millionen Euro auf Rang fünf in der deutschen Eliteklasse steht.

Womit wir beim verantwortlichen Führungspersonal wären. Dietmar Beiersdorfer, im Mai 2014 als Vorstandschef der neuen HSV AG wie ein Heilsbringer in Hamburg empfangen und hofiert, hat schlechterdings versagt. Nach der Relegation mit glücklichem Ausgang vor einem Jahr hat der Ex-Profi und Ex-Sportchef 32 Millionen Euro in neue Spieler investiert und vier Trainer ausprobiert – ohne einen Millimeter Raumgewinn. Auch Sportdirektor Peter Knäbel hat den Negativtrend nicht stoppen können.

Fazit: Der Hamburger SV muss sich neu aufstellen, personell und konzeptionell. Und als Erstes mögen sich alle zukünftig Beteiligten ein anderes Bewusstsein aneignen. Der HSV ist kein großer Klub mehr, in dem schon allein wegen seiner (imaginären) Bedeutung alles gut wird. Der HSV ist ein notorischer Abstiegskämpfer, der für eine bessere Zukunft drei Dinge braucht: Kompetenz, Fleiß und Demut.

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Relegation
Foto: Jubel beim Hamburger SV.

Der Hamburger SV hat das Horrorszenario 2. Liga doch noch abgewendet und nach einem dramatischen Sieg beim Karlsruher SC den Klassenverbleib im Fußball-Oberhaus geschafft.

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