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Ulf B. Christen zu den Terrorverdächtigen

Kommentar Ulf B. Christen zu den Terrorverdächtigen

In Schleswig-Holstein gelten wieder Recht und Ordnung. Mit der Registrierung der letzten Flüchtlinge aus dem Herbst 2015 enden die Chaos-Monate, in denen keine Behörde genau wusste, welche Neu-Bürger bei uns leben. Das war nicht nur ein Hemmnis für die Integration.

Damit tat sich auch eine gefährliche Sicherheitslücke auf. Sie ist jetzt geschlossen. Gut so.

Das mutmaßliche Terror-Trio aus dem Kreis Stormarn wurde schon bei seiner Ankunft in Deutschland registriert und lieferte sich dabei wegen der falschen Pässe selbst ans Messer. Welche Gefahr von der angeblichen Schläferzelle ausging, werden die nächsten Monaten zeigen. Bislang ist alles denkbar: Die Trittbrett-Flüchtlinge könnten den Sicherheitsbehörden über Monate keine Hinweise geliefert haben, weil sie entweder besonders professionell agierten oder sich aber vom Terror schon abgewendet hatten.

Die Ermittlungen werden Licht in dieses Dunkel bringen. So oder so ist die Terrorgefahr nicht gebannt. Die Sicherheitsbehörden haben allein in Schleswig-Holstein knapp 40 Personen im Auge, die sich vor ihrer Flucht mehr oder minder stark mit Islamisten verbrüdert haben sollen. Das sind umgerechnet 0,1 Prozent aller Flüchtlinge des vergangenen Jahres. Und die übrigen 99,9 Prozent sind nach Einschätzung der Polizei nicht mehr oder minder kriminell als der Durchschnitts-Schleswig-Holsteiner. Recht und Ordnung sind hier also nicht gefährdet.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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