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Ulf B. Christen zum doppelten Abi-Jahrgang

Kommentar Ulf B. Christen zum doppelten Abi-Jahrgang

Die Landesregierung hat mit Blick auf den doppelten Abi-Jahrgang gerade noch die Kurve gekriegt. Dank der spät bewilligten Zusatzmillionen können die Hochschulen mehr Studienplätze anbieten und den Ansturm der Abiturienten wohl bewältigen. Bei aller Freude über den Ausbau der akademischen Kaderschmieden bleibt eines festzuhalten: Die Unis, Fach- und Kunsthochschulen lehren seit Jahren am Limit.

Die Landesmittel sorgen also nicht für ideale Studienbedingungen, sondern zunächst nur dafür, dass die Hörsäle nicht aus allen Nähten platzen. Das Land wird Geld nachschießen müssen, damit die chronisch unterfinanzierten Hochschulen eine Zukunft haben."
"Dass Schleswig-Holstein den doppelten Abi-Jahrgang wuppen kann, liegt allerdings auch an der katastrophalen G8-Startbilanz. Vom ersten Jahrgang der Turbo-Schüler werden mehr als 40 Prozent das Abitur nicht wie geplant nach acht Jahren erreichen, sondern später oder gar nicht. Diese hohe Ausfallrate ist ein bildungspolitischer Skandal und ein trauriger Beleg dafür, wie überstürzt und schlecht die Große Koalition im Jahr 2008 das G8 in Schleswig-Holstein eingeführt hat. Vor allem die SPD zeigt bis heute wenig Interesse daran, dass die G8-Gymnasien reibungslos laufen und so zu einer attraktiven Alternative zu den gehätschelten G9-Gemeinschaftsschulen werden. Hier wird Schulpolitik auf dem Rücken von Kindern gemacht.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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