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Ulf B. Christen zur Bevölkerungsprognose

Kommentar Ulf B. Christen zur Bevölkerungsprognose

Die Kiel-Region hat Zukunft. Das ist in Kurzform die entscheidende Botschaft der jüngsten Bevölkerungsprognose. Ob Einwohnerzuwachs, Altersschnitt oder Zahl der Erwerbstätigen: Die Landeshauptstadt hat beste Voraussetzungen, um sich im Standortwettbewerb zu behaupten.

Er wird in den nächsten Jahren härter werden, weil die bisherige Boom-Region von Pinneberg über Segeberg und Stormarn bis demnächst Lübeck durch zwei große Infrastrukturprojekte gestärkt wird. Der Fehmarnbelttunnel und die A20 sind auch ein Konjunkturprogramm für den Süden des Landes – mitsamt der Gefahr, dass Kiel und erst recht der Landesteil Schleswig wirtschaftlich abgehängt werden.

 Die Bevölkerungsprognose zeigt, dass die Kiel-Region mithalten kann. Dazu muss die Stadt allerdings ihre Hausaufgaben machen. Kein Mensch zieht nach Kiel, weil es in einer Prognose so erwartet wird. Nein, neue Einwohner kommen nur in die Stadt, wenn sie eine bezahlbare Wohnung finden, ihre Kinder in moderne Kitas oder Schulen schicken und mit Bus oder Auto problemlos zur Arbeit fahren können.

Kurzum: Kiel muss seine Infrastruktur stärker als geplant ausbauen und dabei gerade mit seinen direkten Nachbarn wie etwa Kronshagen und Schwentinental enger zusammenarbeiten. Ein solcher Regionalansatz könnte zugleich die Negativtrends in Rendsburg-Eckernförde und Plön bremsen. Es gibt also noch viel zu tun, damit die Zeiten so rosig werden wie prognostiziert.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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