17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Ulrich Metschies zum Fischkonsum

Kommentar Ulrich Metschies zum Fischkonsum

Fisch ist cholesterinarm, eiweißreich und enthält alle essenziellen Aminosäuren, die Vitamine A, D, K und den Vitamin-B-Komplex sowie viele wichtige Mineralien. Fisch ist also ein gesundes Lebensmittel – trotz des Risikos von Fadenwurmbefall oder Dioxin im Fettgewebe.

Und so ist dennoch die Alarmglocken schrillen lassen. Zu allererst bei den Regierungen der Fischfangnationen dieser Welt, die zwar viel von nachhaltiger Meeresnutzung reden, doch wenn es zum Schwur kommt, stets dem Druck der fischerei-industriellen Lobby nachgeben und Fangbeschränkungen mit allen Tricks zu verhindern suchen.

Alarmiert sein sollten aber auch wir Verbraucher. Wenn Jahr für Jahr rund 80 Millionen Tonnen Fisch angelandet werden, der technische Aufwand für diese Menge jedoch immer weiter in die Höhe getrieben werden muss, dann kann das keine gesunde Entwicklung sein. Die Konsequenz muss nicht heißen, auf Fisch zu verzichten. Aber ein bewussteres Einkaufsverhalten könnte viele Bestände vor dem Kollaps bewahren. Wer nicht auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen oder gar geräuchter Bauchlappen des Dornhais (bekannt als Schillerlocken) verzichten kann, der sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann Schluss ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Seltener, teurer
Foto: Volle Netze sind auch beim Hering keine Selbstverständlichkeit mehr.

Während in den ersten zehn Monaten des Jahres die verkaufte Menge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent zurückging, haben die Kunden mit 3,1 Milliarden Euro (plus drei Prozent) erneut mehr Geld für Fisch ausgegeben, wie Matthias Keller vom Bundesmarktverband der Fischwirtschaft sagte.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus KN-Kommentare 2/3