3 ° / -1 ° Regen

Navigation:
Ulrich Metschies zum Logistikzentrum Itzehoe

Kommentar Ulrich Metschies zum Logistikzentrum Itzehoe

Wenn Unternehmen oder Regionen in Not sind, dann ist die Hoffnung groß, dass ein reicher Retter um die Ecke kommt, ein potenter Investor, der viel Geld in die Hand nimmt, weil er große Pläne hat, mit denen sich Jobs in großer Zahl schaffen lassen.

Gerne sind Scheichs solche Hoffnungsträger, russische Wirtschaftsmagnaten oder wohlhabende Asiaten, die gar nicht anders können, als groß zu denken. Doch nicht selten bleibt es bei großen Versprechungen, wie gerade wieder einmal die Lübecker mit ihrem Flughafen schmerzvoll erfahren mussten.

Nun also will ein deutsch-chinesisches Joint-venture das krisengebeutelte Itzehoe zu einer Drehscheibe für den Handel mit Fernost aufbauen. Wieder heiße Luft? Nein, das Engagement des Gemeinschaftsunternehmens CLC am einstigen Prinovis-Standort hat eine solide Basis. Nicht nur, weil ein angesehener Logistikunternehmer aus Schleswig-Holstein an dem Projekt maßgeblich beteiligt ist. Vielversprechend ist das Vorhaben auch, weil die Rahmendaten stimmen: Trotz der Konjunkturflaute in der Volksrepublik hat der deutsch-chinesische Handel riesiges Potenzial, das 21-Hektar-Areal bietet jede Menge Platz fürs Lagern und Kommissionieren, und mit Hamburg und Brunsbüttel sind See- und Luftweg unmittelbar in Reichweite. Theoretisch zumindest. Damit Itzehoe wirklich aufatmen kann, muss die Anbindung des Gewerbegebietes an das überregionale Verkehrsnetz endlich vorankommen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

Mehr aus KN-Kommentare 2/3