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Ulrich Metschies zur Entscheidung von Toshiba

Kommentar Ulrich Metschies zur Entscheidung von Toshiba

Die Würfel sind gefallen: Im Wettbewerb um die Ansiedlung von Toshiba und ein höchst innovatives Lok-Entwickungsprojekt hat sich Kiel gegen die harte Konkurrenz aus Rostock durchgesetzt.

Nachdem die riesigen Probleme des japanischen Konzerns mit seiner desaströsen Nuklearsparte bereits Zweifel aufkommen ließen, ob das europäische Speicher-Hybridlok-Projekt überhaupt noch realistisch ist, steht nun fest: Toshiba macht ernst und setzt auf Kiel. Das ist ein Riesenerfolg für die Stadt und das Land.

Noch aber kann Kiel nicht sicher sein, nach dem Gewinn der Prototypenfertigung auch den Serienbau der europäischen Öko-Lokomotive mit japanischer Antriebstechnologie an Land zu ziehen. Doch die Voraussetzungen sind gut: Kiel ist mit Vossloh und Voith sowie einem engmaschigen Netz von Zulieferbetrieben ein hervorragender Standort für die Entwicklung, den Bau und die Wartung von Kurzstrecken- und Rangierlokomotiven. Warum sollte sich mit Toshiba nicht eine Konstellation ergeben, die eine Serienfertigung und damit die Schaffung von rund 200 Arbeitsplätzen ermöglicht?

Ein Selbstgänger ist das nicht, zumal der mächtige Projektpartner DB Cargo ein Wort mitreden wird. Vieles hängt davon ab, ob die Stadt mit ihrer KiWi und das Land mit seiner WTSH ihren Job weiter so gut machen wie bislang bei diesem diffizilen Projekt. Klar ist: Mit seinem Förderspielraum wird Mecklenburg-Vorpommern ein harter Konkurrent bleiben.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Kiel gegen Rostock
Foto: Vorteil für Kiel: In der Gaardener Diedrichstraße hat Toshiba bereits mit der Vorentwicklung der neuen Lok begonnen.

Das Rennen um die Ansiedlung von Toshiba ist eröffnet: Noch ist offen, wer als Sieger hervorgeht. Auch die Hansestadt Rostock steht mit den Japanern in Kontakt.

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