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Ulrich Metschies zur neuen Elbfähre

Kommentar Ulrich Metschies zur neuen Elbfähre

Sektstimmung, schöne Reden und zwei feierliche Schiffstaufen: Nachdem 14 Jahre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven keine Fähre mehr verkehrte, schürt der offizielle Start der neuen Elb-Verbindung große Hoffnungen. Mit dem Engagement der estnischen Reederei Saaremaa rücken Schleswig-Holstein und Niedersachsen ein gutes Stück zusammen. Nur: Wie lange?

Allein seit Ende der 60er-Jahre sind drei Versuche gescheitert, zwischen beiden Elbstädten eine nasse Landstraße zu etablieren. Seit 2001 der Bremer Reeder Egon Herbert Harms die Reißleine zog, hat es nicht an Plänen und Untersuchungen gefehlt, wie die Verbindung wieder aufgenommen werden könnte. Die Ergebnisse waren ernüchternd.

Mit attraktiven Ticket-Preisen, modernen RoRo-Fähren und täglich bis zu zwölf Abfahrten will Elb-Link Transportwirtschaft und Touristen gleichermaßen an Bord locken. Solange die A7 unkalkulierbare Staufalle ist und eine Elbquerung im Zuge der A20 in weiter Ferne liegt, mag die Rechnung aufgehen – zumindest im Sommer, wenn die Urlauberzahlen stimmen und es einfach netter ist, in 70 Minuten über die Elbe zu schippern, statt in einer Dauerbaustelle festzustecken. In der Nebensaison kann sich diese Verbindung jedoch nur rechnen, wenn eine respektable Zahl von Lkw die Grundauslastung deckt. Die fragile Hinterlandanbindung Brunsbüttels mit dem Nadelöhr Itzehoe ist dafür eine schlechte Basis.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Brunsbüttel-Cuxhaven
Foto: Am Donnerstag starteten die beiden Fährschiffe „Grete“ und „Anne-Marie“ den fahrplanmäßigen Verkehr in der Elbmündung.

Nach rund 15 Jahren pendeln wieder Elbfähren zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven. Die Schiffe sollen die Verkehrslage entspannen und den Tourismus bereichern.

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