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Uwe Rutzen zur Standortsuche Kino

Kommentar Uwe Rutzen zur Standortsuche Kino

Vier Jahre lang hat sich die Eckernförder Politik mit der Standortsuche für ein Kino herumgequält, um nun – nach unzähligen Beratungen und Verhandlungen – mit leeren Händen dazustehen. Was für eine Enttäuschung. Auch für die enthusiastischen Macher von Green Screen.

Als das Kinocenter „Stadt Hamburg“ im März 2012 schließen musste, um einem Geschäftsneubau zu weichen, war man über Parteigrenzen hinweg zuversichtlich, schon bald einen technisch auf dem neuesten Stand befindlichen Neubau präsentieren zu können. Vier Jahre später weiß man, dass das eine kollektive Fehleinschätzung war. In der Konsequenz steht fest: Die Politik hat versagt. Das allein ist schlimm genug. Sehr viel schlimmer ist jedoch, dass bei dem ganzen Hin und Her die Verlässlichkeit der ehrenamtlich Tätigen auf der Strecke geblieben ist. Was soll man denn von Parteienvertretern halten, die sich dafür aussprechen, den Standort am Bahnhof aufzugeben, in der Folge Bürgermeister Jörg Sibbel beauftragen, die Voraussetzungen für ein Kino auf dem Skaterpark-Gelände zu schaffen, um diese Entscheidung schon nach wenigen Monaten wieder zu kippen? Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit?

Hinzu kommt das mangelnde Vertrauen in die Arbeit von Jörg Sibbel. Der Wunsch, noch einmal mit der Bahn in Verhandlungen zu treten, signalisiert die Auffassung, dass der Bürgermeister in den bisherigen Gesprächen nicht ausreichend die Interessen der Stadt vertreten habe. Darüber hinaus die Arbeit, die er mit seinen Mitarbeitern aus der Verwaltung für ein Kino am Skaterpark aufgebracht hat, unvermittelt zu den Akten zu legen, kommt einer Demontage gleich. Das ist ganz schlechter Stil. Und so gibt es am Ende eigentlich nur Verlierer.

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Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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Bauausschuss
Foto: Der Standort Skaterpark ist vom Tisch. Der Eckernförder Bauausschuss sprach sich mit knapper Mehrheit gegen den Bau eines Kinos an dieser Stelle aus.

Alles zurück auf Anfang: Die Suche nach einem Kinostandort für Eckernförde geht noch einmal ganz von vorn los. In der Bauausschusssitzung am Mittwochabend gab es keine mehrheitliche Zustimmung für ein Kino- und Einkaufscenter auf dem Gelände des Skaterparks am Schulweg.

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