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Paul Wagner zum Kraftwerk

Kommentar Paul Wagner zum Kraftwerk

Nach der unsäglichen Hängepartie des vergangenen Jahres kommen die Kieler Stadtwerke in Sachen Gaskraftwerk einen entscheidenden Schritt voran. Mit dem überfälligen Rückenwind vom Aufsichtsrat und von den Mannheimer Mehrheitseignern sind jetzt einige der wichtigsten Verträge für das 290-Millionen-Euro-Projekt unterzeichnet worden. Mit ihm sollen Strom- und Nahwärmeversorgung der Landeshauptstadt möglichst umweltschonend gesichert werden.

Zehntausende Haushalte hängen am Fernwärmenetz, sinkende Strommengen der Windenergieanlagen müssen bei Flaute ausgeglichen werden und geben den Stadtwerken die Chance, mit Strom in der strategischen Reserve wieder Gewinne einzufahren. All dies ist mit einem effizienten Gaskraftwerk und seinem modernen Wärmespeicher möglich. Die intelligente Kopplung von Wärmeerzeugung und -speicherung, der Stromproduktion und dem schnellen An- und Abschalten des Kraftwerks gibt den Kieler Stadtwerken einen Trumpf in die Hand, auf den so mancher Energieversorger neidisch blicken dürfte. Der „Irrsinn von Irsching“, wo ein Energiekonzern vor dem Hintergrund sinkender Strompreise in Bayern ein hochmodernes Gaskraftwerk stilllegen will, sollte sich mit diesen wirtschaftlichen Standbeinen an der Förde nicht wiederholen.

Ein Wermutstropfen bleibt: Viele Kieler werden das Gefühl nicht los, mit den Preissteigerungen bei der Fernwärme unfreiwillig ihren Beitrag zum Bau des Kraftwerks zahlen zu müssen.

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Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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Kiel
Foto: Vertragsunterzeichnung für das neue Kraftwerk (von links): Gerrit Koll, Prokurist, und Alexander Gremm, Managing Direktor der Kraftanlagen-Gruppe, Vorstandsvorsitzender Frank Meier und Vorstandsmitglied Jörg Teupen von den Stadtwerken Kiel, sowie Norbert Hetebrüg, Mitglied der Geschäftsführung, und Oliver Klitzke, Executive Operations von GE Power & Water.

Es ist eines der größten Bauprojekte im Norden und soll die Kieler Wärme- und Energieversorgung für Jahrzehnte sichern. Am Montag haben die Beteiligten eine wichtige Hürde auf dem Weg zum Bau eines neuen Gasmotoren-Heizkraftwerks (GHKW) am Ostufer genommen.

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