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Jürgen Küppers zu den neuen Hotels in Kiel

Kommentar Jürgen Küppers zu den neuen Hotels in Kiel

Wird Kiel jetzt zur „Bettenburg“? In der Tat könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man vergangene und noch geplante Hoteleröffnungen oberflächlich betrachtet. Doch die Konzepte der neuen Hotels zeigen, wohin die Reise eigentlich geht: Zielgruppen sind nicht Langzeiturlauber, sondern Gäste, die für höchstens ein paar Tage Stadtflair mit Meeresbrise genießen wollen, sei es privat oder geschäftlich. Und dieser Markt wächst.

Im Fokus stehen in ersten Linie nicht Familien mit Kindern, sondern Einzelreisende oder Paare. Zu ihnen zählen auch die Kreuzfahrttouristen, die vor oder nach ihrer Schiffsreise einen Zwischenstopp in Kiel erwägen. Diese Gäste wollen zwar meist keinen Luxus, aber durchaus Komfort zu erschwinglichen Preisen. Genau diese vornehmlich junge Zielgruppe haben die Investoren mit ihren Konzepten im Blick. Dafür entstehen jetzt Zimmerkapazitäten. Und das ist ein richtig gutes Signal des Aufbruchs in einer Stadt, in der viel zu lange touristischer Stillstand herrschte.

Der neue Ansatz kann aber nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn er von kluger Stadtentwicklungsplanung und Werbung um genau diese Zielgruppe flankiert wird. Denn Besucher wollen sich nicht nur in ihren Zimmern, sondern auch in der Stadt wohlfühlen. Sonst kommen sie nicht wieder. Und dann hätte Kiel möglicherweise wirklich ein „Bettenburg“-Problem.

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Kiel
Foto: Kiels Hotelfamilie bekommt immer mehr Zuwachs.

Kiels Hotelfamilie bekommt immer mehr Zuwachs. Zu den rund 30 bestehenden sollen noch zwei weitere große Hotels mit insgesamt mehr als 320 Zimmern hinzukommen. Ein Überangebot befürchten die Experten in der Landeshauptstadt jedoch nicht. Im Gegenteil biete ein größeres Zimmerangebot auch die Chance auf weitere Steigerung der Übernachtungszahlen.

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