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Tamo Schwarz zur Handball-Reform

Kommentar Tamo Schwarz zur Handball-Reform

Die Rede ist von der Sportart Handball. Die, bei der jüngst zur Weltmeisterschaft im Januar einer sportlich nicht qualifizierten, aber finanzkräftigen Nation (Deutschland) per zweifelhafter Wild Card die Teilnahme ermöglicht wurde und anschließend ein Handball-Entwicklungsland mit ebenso zweifelhaftem Legionärs-Kader (Katar) Vize-Weltmeister wurde.

Im Fußball gibt’s das nicht: Wenn Holland in der EM-Qualifikation rausfliegt, fliegt es raus! Und die Zulassung für die Champions League basiert auf einer transparenten, schlüssigen Fünf-Jahres-Wertung der UEFA. Jeder weiß: Der Dritte der Bundesliga ist direkt für die Gruppenphase qualifiziert, während der kasachische Meister in der zweiten Qualifikationsrunde antreten muss, und so weiter.

Im Handball gibt’s das nicht: Hier hat der europäische Verband EHF eine Zwei- bis Drei-Klassen-Gesellschaft gegründet. Die Top-Klubs aus den Top-Ligen – darunter der deutsche Meister THW Kiel – bleiben schön unter sich. Mitspielen darf höchstens, wer das nötige Geld mitbringt oder von der EHF mit einer Wild Card trotz sportlich fehlender Qualifikation dazu aufgefordert wird. Das garantiert volle Hallen. Der Rest des Kontinents darf sich als „zweite Wahl“ fühlen. Das Final Four in Köln? Für diese Klubs fast unerreichbar. Hallengröße, Social-Media-Präsenz, TV-Verträge, VIP-Räume – im Handball gelten andere Regeln. Nur welche sie mit welcher Gewichtung wie anwendet, das sagt die EHF nicht. Das ist dann Willkür. Das kostet dann weitere Glaubwürdigkeit – in der Sportart Handball.

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Tamo Schwarz
Sportredaktion

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