7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Heike Stüben zu Diabetes

Kommentar Heike Stüben zu Diabetes

Diabetes ist eine unterschätzte Erkrankung. Oft wird sie gar nicht oder nicht früh genug erkannt. Denn Diabetes tut nicht weh. Und man stirbt nicht an ihr.

Dass man Lebenszeit und -qualität verschenkt und an den Folgekrankheiten sterben kann, wird gerne verdrängt. Dabei sind sie erschreckend: 28000 Amputationen pro Jahr in Deutschland, Erblindung, Nierenschäden bis hin zur Dialyse-Abhängigkeit, dazu schwerwiegende Durchblutungsstörungen und Schäden am Herz-Kreislauf-System. Das bedeutet viel Leid und kostet viel Geld. Deshalb ist es richtig, wenn das Land mehr für Prävention und Aufklärung tun will. Nötig haben das die Bürger von Kindesbeinen an, aber auch viele Ärzte. Die Deutsche Diabetes-Hilfe beklagt zu Recht, dass Ärzte nicht gut genug für die Volkskrankheit ausgebildet sind.

 Die gute Nachricht: Ein hoher Anteil des Diabetes Typ II wäre vermeidbar, wenn wir uns an zwei Grundregeln halten würden. Weniger ungesundes Fett, weniger Zucker, weniger Salz im Essen, mehr Bewegung. Jeder weiß das. Doch der innere Schweinehund ist stärker. Aber auch die Lebensmittelindustrie trägt ihren Anteil. Ob Wurst oder Pizza – kaum ein Produkt kommt ohne Zucker aus. Und es ist die reine Volksverdummung, Lebensmittel als fettarm zu verkaufen, wenn gleichzeitig der Zuckeranteil kräftig erhöht wird. Oder umgekehrt. Deshalb muss endlich die Ampel für Zucker, Fett und Salz her. Bericht Seite 8

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus KN-Kommentare 2/3