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Kristian Blasel zum Kieler-Woche-Sicherheitskonzept

Kommentar Kristian Blasel zum Kieler-Woche-Sicherheitskonzept

Theoretisch gibt es ja schnell Einigkeit: Die terroristische Gefahr darf nicht dazu führen, dass wir unsere Fröhlichkeit verlieren, das Feiern einstellen oder nur noch auf komplett verriegeltem Gelände zusammenkommen. Praktisch jedoch ist spätestens seit den Ereignissen vom vergangenen Wochenende zumindest ein mulmiges Gefühl dabei, wenn Volksfeste anstehen.

Deshalb ist das Signal, das Polizei und Kieler-Woche-Organisatoren aussenden, richtig: Es wird auf die jüngsten Terroranschläge reagiert und ein Sicherheitskonzept umgesetzt, das auch auf die neue Bedrohungslage mit möglichen Lkw-Attacken eingeht. Gleichzeitig soll die Kieler Woche ihren Charakter behalten – also eine Aneinanderreihung von unterschiedlichen Veranstaltungsorten an zehn Tagen bleiben, die den Charme dieses beispiellosen Volksfestes ausmacht. Auch im Jahr 2017 dürfen die Menschen flanieren, wie sie wollen.

Es gibt bislang keinerlei Hinweise auf eine besondere Bedrohung. Das beruhigt. Absolute Sicherheit, auch das ist eine Lehre aus den vergangenen Monaten, kann jedoch durch kein Polizeikonzept der Welt erreicht werden. Insofern sollten die Kieler und ihre Gäste mit etwas mehr Aufmerksamkeit durch die Woche gehen, mögliche Beeinträchtigungen geduldig ertragen – und ansonsten unbeschwert feiern. Weil dies zu den Seiten unserer Gesellschaft gehört, auf die wir zu Recht stolz sind.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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