18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Kristian Blasel zum geplanten Bürgerwindpark

Kommentar Kristian Blasel zum geplanten Bürgerwindpark

Die öffentliche Bauausschusssitzung im Dezember war wohl der Moment, in dem die Stimmung kippte. Weil an dem Abend endgültig klar wurde, dass der sogenannte Bürgerwindpark bei der Mehrheit der Bürger gar nicht gut ankam. Und weil sich die Argumente der Gegner nicht darauf beschränkten, nach dem Sankt-Florians-Prinzip allein den Wert ihrer Immobilien zu verteidigen.

In diesem Projekt sind gleich mehrere Dinge so schiefgelaufen, dass die Sozialdemokraten jetzt verständlicherweise nach der Notbremse greifen: In Bezug auf die Höhe der geplanten Räder wurden Zusagen nicht eingehalten. Die umstrittene private E-Mail des Bürgermeisters, mit der er seine grünen Parteifreunde für den Windpark mobilisieren wollte, hat Vertrauen zerstört. Und der Widerstand von Naturschutzverbänden trieb die Grünen in ungewohnte Opposition zu ihren natürlichen Verbündeten. Hinzu kommt, dass Kiel mittlerweile in einem Tempo wächst, das die wenigen verbleibenden Flächen der Stadt noch wertvoller macht. In dieser Situation an der alten Planung festzuhalten, hieße, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.

Alle bisherigen Versuche, den Konflikt hinter den Kulissen zu lösen, waren offenbar erfolglos. Nun liegt der Ball im Feld der Grünen: Halten sie am Mittwochabend in der geplanten Form an dem Projekt fest, kommt es zum offenen Konflikt in der Kooperation.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Gewinnspiele

Kostenlos mitmachen
und mit etwas Glück
jetzt gewinnen!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3