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Maren Kruse zum neuen Kieler Woche Plakat

Kommentar Maren Kruse zum neuen Kieler Woche Plakat

Die Botschaft kommt so klar wie frisch in den Kieler Farben daher: Blauer Schriftzug auf weißem Grund. Das klingt nach konventioneller Umsetzung, ist es aber nicht. Die Berliner Agentur Stan Hema zieht den Schriftzug gleichsam durch kühles Wasser und lässt die drei letzten Buchstaben der „Woche“ verschwimmen wie Tintenblau auf einem feuchten Aquarellbogen.

Ein fotobasierter Kunstgriff, der den Entwurf von seinen Konkurrenten im Wettbewerb abhebt. Das perlt einfach und lässt an preußischblaues Fördewasser denken, das vorn am weißen Bug so herrlich aufschäumt. An eine leichte Brise oder an die prickelnde Perlage eines Sommerweins.

Nach der konsequenten Abstraktion dieses Jahres, die allein auf die Kraft der Blauakkorde gesetzt hat, ist das Corporate Design buchstäblich im Wasser angekommen. Und was die Entscheidung anbetrifft: Keiner der eingereichten Entwürfe, auch nicht die Alternative mit breit-blauer Pinselspur von Stan Hema, kann ihr das Wasser reichen. Nicht die Op-Art-Wellen von Christian Lange. Nicht die zugegeben lustige Rebus-Version von Katja Gretzinger und auch nicht die steife Möwe-Sonne-Boot-Anordnung der Brooklyner Agentur Triboro. Ach ja, und an dieser Stelle sei es nachgereicht: Der 2015-Siegerentwurf der Kreuzberger Agentur „Zwölf“ hatte sie wirklich nicht verdient, die Häme, mit der manche ihn überzogen hatten. Die Jury zeigt einmal mehr, dass sie fachlich fundiert votiert und nicht nach Bauchgefühl.

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Kieler Woche 2016
Foto: Den Siegerentwurf des Kieler-Woche-Plakatwettbewerbes 2016 präsentieren (von links nach rechts): Prof. Bernhard Stein, Ingrid Lietzow, Prof. Lutz Kipp, Rainer J. Kraatz, Christian Riediger, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Sven Christensen, Prof. Detlef Fiedler, Stefan Guzy und Björn Wiede.

Die Kieler Woche ist erst einige Wochen her, da hat eine achtköpfige Jury am Mittwoch bereits das Plakatmotiv für 2016 gekürt: Der aus ihrer Sicht dynamische Sieger-Entwurf stammt von der Berliner Agentur „Stan Hema“. Das Corporate Design der Kieler Woche 2016 stürze sich mitten ins Geschehen auf den Regattabahnen, sagte Juror Prof. Bernhard Stein.

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