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Martina Drexler zu Kaffee-Pappbechern

Kommentar Martina Drexler zu Kaffee-Pappbechern

Die Zeit scheint glücklicherweise reif für das Thema: Überall sprießen Allianzen im Kampf gegen den Bechermüll aus dem Boden. Auch Kiel macht sich als erste Stadt in Schleswig-Holstein auf den Weg, den Verbrauch von Pappbechern so weit wie möglich zu verringern.

Kiel. Sie setzt bei der konkreten Umsetzung auf einen Runden Tisch, vor allem deshalb, weil sie mit einem solchen Bündnis bei der Initiative „Plastiktüten freies Kiel“ schon gute Erfahrungen gemacht hat. Ob Plastiktüte oder Coffee-to-go-Becher – sie gehören mittlerweile zu unserem Alltag samt Negativ-Folgen für die Umwelt. 70 Prozent aller deutschen Verbraucher schlendern laut Studien gelegentlich mit Bechern aus Plastik und Pappe durch die Straßen, die dann in Mülltonnen, aber auch in der Natur landen

 Dass bisher alle diese Initiativen auf Freiwilligkeit und nicht auf Verbote bauen, scheint der bessere Ansatz zu sein, um so viele Menschen wie möglich mit ins Boot zu nehmen. Nur so kann es gelingen, das Verhalten zu ändern. Auch in Kiel gibt es bereits Läden, die Kaffee auf Wunsch in mitgebrachte Becher füllen oder einen Mehrweg-Behälter anbieten. Je mehr Kunden danach fragen, umso erfolgreicher wird sich die Idee vom Einwegbecher-freien Kiel durchsetzen. Alles vorbildlich? Nicht ganz: Denn mit Blick auf die vielen unterschiedlichen Systeme vom Pfand bis zum Becher-Bonus fragt man sich schon, warum jeder das Rad neu erfinden muss. Eine zumindest landesweit einheitliche Regelung wäre wahrscheinlich schlagkräftiger.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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