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Martina Drexler zum Beschäftigungsverhältnis an Hochschulen

Kommentar Martina Drexler zum Beschäftigungsverhältnis an Hochschulen

Teilzeit, Befristungen und wachsender Arbeitsdruck – die Ergebnisse der DGB-Umfrage alarmieren: Denn gerade an Deutschlands Hochschulen, die die Führungskräfte und Forscher von morgen ausbilden sollen, scheint die wissenschaftliche Laufbahn immer häufiger in die Sackgasse zu führen.

 Das verwundert umso mehr, da ja in offiziellen Reden ständig der erfolgreiche Kampf um kluge Köpfe als entscheidender Zukunftsfaktor für die Gesellschaft beschworen wird.

Den Gewerkschaften ist für die erste Datensammlung dieser Art zu danken. Die Umfrage, nicht repräsentativ, aber eindeutig, zeigt einen bedenklichen Trend auf. Demnach sind die eigentlich als Ausnahmen gedachten befristeten Arbeitsverhältnisse und Teilzeitstellen längst zum Regelfall geworden. Der Report legt so den Finger in die Wunde und untermauert die Notwendigkeit, gemeinsam mit den Hochschulen so bald wie möglich Maßnahmen zu finden, um gegenzusteuern.

Trotz aller geforderten Flexibilität und projektabhängigen Finanzierung: Es kann nicht sein, dass die meisten Jung-Akademiker sich von einer unsicheren Befristung zur anderen hangeln müssen – mit fatalen Folgen. Statt Freiraum für innovative Ideen nutzen zu können, blockieren sie Zukunftsängste. Das Kostenargument darf nicht allein für diese Fehlentwicklung herhalten. Die Hochschulen bekommen vom Land mehr Geld, sollten im Gegenzug endlich die vereinbarten Punkte zur Personalpolitik umsetzen. Sonst verlieren sie als Arbeitgeber an Anziehungskraft.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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