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Martina Drexler zum Flughafen Kiel

Kommentar Martina Drexler zum Flughafen Kiel

Die Geschichte des Kieler Flughafens steckt voller Turbulenzen. Dabei ist er streng genommen seit 2006, als die letzte Linienmaschine von Holtenau abhob, gar keiner mehr. Als Regionalflughafen war er nie wirtschaftlich erfolgreich. Und es zerschlugen sich bisher auch hochfliegende Pläne für einen Airpark, ein Gewerbegebiet, auf dem sich Luftverkehrsunternehmen ansiedeln.

Eine Teilschuld an dieser Entwicklung trägt der Kurs der rot-grün-blauen Ratsmehrheit. Um den Bündnisfrieden zu wahren, nimmt sie eine jahrelange Hängepartie in Kauf, die Investoren jede Planungssicherheit nimmt. Vor dem Hintergrund ist die Absage des Luftfahrtverbandes Schleswig-Holsteins nachzuvollziehen. Sie läutet aber noch keinen allgemeinen Trend gegen Holtenau ein, da die Hauptkunden – von Bundeswehr, Medizin-Unternehmen bis zu den Werften – offenbar zufrieden mit dem Landeplatz sind. Die steigenden Flugbewegungen, die trotz sinkender Zuschüsse gute Auslastung untermauern: Der Landeplatz in Holtenau ist im Aufwind.

Trotzdem sollte die Entscheidung des Verbandes als das gesehen werden, was sie ist: ein Alarmsignal, dass die Hängepartie zunehmend verschreckt und daher so schnell wie möglich ein Ende finden sollte. Zum Glück stehen Kiels Kommunalpolitiker im Wort, spätestens nach der Vorlage des Gutachtens über die Zukunft des Areals endgültig zu entscheiden: Die Ergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Flughafen Kiel-Holtenau
Foto: Was wird aus dem Kieler Flughafen? Antworten soll ein Gutachten geben. Das werde noch in diesem Jahr vorliegen.

Der Kieler Flughafen ist auf einem guten Weg. Mit dieser Feststellung weisen die Seehafengesellschaft wie auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer Spekulationen zurück, wonach sich aus der Absage des Luftsportverbandes Schleswig-Holstein eine allgemeine Tendenz gegen den Flugplatz in Holtenau ablesen lässt.

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