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Martina Drexler zum Kieler Seniorenticket

Kommentar Martina Drexler zum Kieler Seniorenticket

Auch wenn die endgültige Abstimmung in der Ratsversammlung noch aussteht, ist die Einführung des Seniorentickets für Kiel zum Greifen nah.

Endlich: Vom Auto auf den Bus umzusteigen und die Mobilität von Älteren zu unterstützen, gehörte zu den Hauptgründen, warum etliche Städte in anderen Bundesländern ihren älteren Einwohnern schon länger ein entsprechendes Angebot machen. Sie fahren gut damit, zumal sicher ist, dass der Anteil potenzieller Kunden wegen des Bevölkerungswandels deutlich ansteigen wird – ebenso wie die Zahl derjenigen, die mit einer kleinen Rente klarkommen müssen. So überzeugt neben der ökologischen auch die soziale Komponente des Rabatts, das Budget Älterer ein wenig zu entlasten.

 Keine Frage: Am besten wäre eine landesweite und einheitliche Regelung in Schleswig-Holstein, statt dem Flickwerk verschiedener Tarifmodelle ein weiteres zuzufügen. Die Verkehrsverbünde müssen sich jedoch vorhalten lassen, die seit Langem erhobene Forderung auch anderer Kommunen in die Warteschleife geschickt zu haben. Dass Kiel jetzt Druck macht und vorprescht, ist daher richtig. Von einem Seniorenticket könnten viele profitieren, wäre da nur nicht die ungewisse Finanzierung. Trotzdem ist das Modellprojekt einen Versuch wert, zumal es einen Notausstieg bietet. In einem entscheidenden Punkt sollte die Politik das Modell jedoch korrigieren: Nach dem jetzigen Plan ist es sogar günstiger als ein Schülerabo.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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