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Martina Drexler zum Kieler Weihnachtsmarkt

Kommentar Martina Drexler zum Kieler Weihnachtsmarkt

Die „gute Stube“ nennt Kiels Bürgermeister Peter Todeskino den Rathausplatz. Zu recht: Leider aber verirren sich außerhalb der Kieler Woche, der Flohmärkte und Open-Air-Aufführungen der Oper nur wenige Besucher in die gute Stube.

Vor allem im Winter erfüllt die Fläche ihre Aufgabe als Visitenkarte der Stadt, Treffpunkt und Zentrum kaum. Es ist daher eine gute Idee, einem neuem Weihnachtsdorf mit nordischem Flair als Ergänzung zum traditionellen eine Chance einzuräumen. Denn so gern die Einheimischen zur Adventszeit durch die Fußgängerzone an den Buden vorbeischlendern, so liegt Kiel nach wie vor im Windschatten des boomenden Weihnachtsmarkt-Tourismus. Ein größeres und vielfältigeres Angebot könnte auch mehr Besucher von auswärts in die Innenstadt locken.

 Bis zur Entscheidung der März-Ratsversammlung muss die Stadt aber erst einmal die vielen offenen Fragen beantworten und berechtigte Bedenken der Schausteller ausräumen. Wie ist es um die Bonität der Veranstalter bestellt, die den Markt auf eigene Kosten errichten wollen? Inwieweit behält die Stadt die Regie? Was ist mit der Gebührenpflicht? Nur mit einem überzeugenden Gesamtkonzept kann Kiel die Skeptiker bereits im März weihnachtlich stimmen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Zweiter Weihnachtsmarkt
Foto: Buntes Treiben auf dem Rathausplatz: Mit einer Projektskizze und Visualisierungen werben zwei Privatveranstalter darum, auf eigenes Risiko einen zusätzlichen Weihnachtsmarkt ab diesem Jahr auf die Beine zu stellen.

In Kiel ist eine Debatte über den Weihnachtsmarkt 2016 entbrannt. Anlass ist das Konzept zweier privater Veranstalter, die bis 2021 weitere 60 Buden auf dem Rathausplatz aufstellen wollen. Während Politik und Verwaltung eher die Chancen einer Aufwertung sehen, stößt der Plan bei den Marktbeschickern auf große Skepsis.

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