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Martina Drexler zum Konzept des Jobcenters Kiel

Kommentar Martina Drexler zum Konzept des Jobcenters Kiel

Für die Stadt Kiel ist es schon lange ein sehr großes Problem: Sie muss Tausende von Menschen unterstützen, weil diese arbeitslos sind oder ohne Aufstockung nicht über die Runden kommen. Dass es dem Jobcenter als gemeinsame Einrichtung der Stadt und der Agentur für Arbeit in diesem Jahr gleich zweimal gelungen ist, den Zuschlag für Hilfsprogramme zu erhalten, ist ein Erfolg, der Langzeitarbeitslosen wieder Hoffnung gibt.

Ein Teil von ihnen bekommt so die Chance, über geförderte Stellen zurück ins Arbeitsleben zu finden und am sozialen Leben wieder teilzunehmen.

Der Weg dahin ist voller Stolpersteine: Manchmal weiß man nach so langer Arbeitslosigkeit nicht mehr, welchen Bus man wann nehmen muss, um rechtzeitig zur Arbeitsstelle zu kommen. Oder man braucht viel länger als die neuen Kollegen. Das Projekt Cat richtet sich vorrangig an die Arbeitslosen, die neben all diesen Problemen auch noch gesundheitlich oder durch Erziehungszeiten eingeschränkt sind.

Das Konzept des Jobcenters überzeugt, weil es kein Geld verschwendet für Zwangs-Beschäftigung, sondern weil es das gesamte Umfeld der Betroffenen mit Gesundheitsförderung und Beratung in den Blick nimmt – und das für einen mit drei Jahren ungewöhnlich langen Zeitraum. Betreuer bleiben so auch nach der Vermittlung der Arbeitsstelle an der Seite des Teilnehmers. Von dieser Begleitung profitieren abseits der Lohnzuschüsse auch die Arbeitgeber.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Jobcenter Kiel
Foto: Geschäftsführer Karsten Böhmke, Jobcenter Kiel

Es sind neue millionenschwere Projekte, die Hartz IV-Empfängern in Kiel Hoffnung geben sollen: Nach dem Zuschlag im September, Langzeitarbeitslosen mit 4,1 Millionen Euro aus dem europäischen Sozialfonds (Projekt Viola) in den Arbeitsmarkt zu bringen, geht das Kieler Jobcenter am 1. November mit Cat (Chancen auf Teilhabe) an den Start.

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