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Martina Drexler zum Preis für Fürst Albert II.

Kommentar Martina Drexler zum Preis für Fürst Albert II.

Es sind die nackten Zahlen, die alarmieren: Laut aktueller Statistik der in Kiel tagenden Wissenschaftler hat sich seit 50 Jahren der Bestand der Fische, die bei uns am häufigsten auf dem Teller landen, fast um 90 Prozent reduziert. Überfischung, Klimaerwärmung, Plastikmüll und Ozeanversauerung umreißen als Schlagwörter, wie bedroht die Meere heute schon sind – und damit auch unser Lebensumfeld.

Und fast täglich kommen beunruhigende Nachrichten hinzu, so erst vor wenigen Tagen, als Kieler Forscher eine Verbindung zwischen dem sich erwärmenden Mittelmeer und den fatalen Überschwemmungen in Deutschland nachweisen konnten.

Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass sich Meerespolitik und Meeresforschung international abstimmen müssen, um gemeinsam Strategien zu entwickeln. Kleinstaaterei auf See kann es nicht geben. Deshalb sind Initiativen wie der Mittelmeerforschungsrat und der Meerespreis notwendig, um das Bewusstsein für einen besseren Meeresschutz weltweit zu stärken. Und ja, um diese Botschaft zu verbreiten, hilft royaler Glanz, zumal sich in der Person von Fürst Albert II. beides verbindet: Er ist Staatsoberhaupt und Meeresschützer, der selbst anstrengende Polar-Expeditionen nicht scheut, um sich selbst ein Bild über die Folgen des Klimawandels zu machen. In Kiel trat ein Fürst Albert II. auf, den man so aus den Klatschspalten nicht kennt: Sachlich, eindringlich und zurückhaltend warb er für den Erhalt der Meere.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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