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Martina Drexler zum Tag der offenen Tür im Landtag

Kommentar Martina Drexler zum Tag der offenen Tür im Landtag

Bürgerfern, den Lobbyisten hörig, zu wenig engagiert – das sind nur einige der Vorwürfe, die sich Landes- wie Bundestagsabgeordnete immer wieder anhören müssen. In der Gemengelage von Politikverdrossenheit und pauschalem Misstrauen gegen „die da oben“ muss gerade das Landeshaus in Kiel gegen den Ruf kämpfen, hauptsächlich ein Ort der Skandale und des Streits zu sein.

Wer beim Tag der offenen Tür dabei war, kann den Politikern bescheinigen, keine Mühen gescheut zu haben, auf Bürger zuzugehen.

Politik hautnah, Volksvertreter, die sich offen allen möglichen Fragen stellten, Diskussionen, Spiele, Musik und vielerlei mehr – das Landeshaus hat die Chance genutzt, sich mal von seiner besten Seite zu zeigen. Die dürfte den meisten Wählern wohl unbekannt sein. Debatten hinter verschlossenen Türen, die vielen Stunden Aktenstudium für politische Vorlagen und die Sacharbeit in den Ausschüssen gehören zum Arbeitsalltag von Politikern, über den kaum etwas nach außen dringt.

Ein Tag der offenen Tür, der wie in Hamburg häufiger als nur alle paar Jahre stattfinden sollte, ist ein guter Anlass, wieder um mehr Vertrauen zu werben und der Wahlmüdigkeit etwas entgegenzusetzen. Er allein wird zwar nicht ausreichen, sondern muss eingebettet sein in möglichst verschiedene Formate, Bürger zu beteiligen. Der Besucherrekord im Landeshaus aber zeigt: Es gibt

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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