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Martina Drexler zur Einigung über das Gas-Heizkraftwerk

Kommentar Martina Drexler zur Einigung über das Gas-Heizkraftwerk

Was ist nur mit den Mannheimern los? Vor einem Jahr schäumten die Kieler Kommunalpolitiker zu Recht darüber, dass der Mehrheitseigner sich nach zwei Jahren gemeinsamer Planungsarbeit den dürren Worten, man könne sich die Beteiligung am neuen Kraftwerk angesichts der Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt nicht mehr vorstellen, verabschiedete.

Zwölf Monate zogen ins Land – mit Zeitverlust, ohne Planungssicherheit für die Stadtwerke und ihre Mitarbeiter, ohne dass die Stadt wusste, wie sie den Ersatzbau finanzieren sollte.

Über die Gründe für das verantwortungslose Verhalten konnte man nur rätseln. Jetzt folgt ebenso überraschend die 180-Grad-Wende mit einem Bekenntnis zum innovativen und umweltfreundlicheren Modell. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, was in Mannheim zum Ausstieg aus dem Ausstieg führte. Jetzt ist das Unternehmen gefordert, alles zu tun, um die Scherben aufzukehren und gemeinsam mit der Stadt das größte Industrie-Projekt in Schleswig-Holstein voranzutreiben.

Freude ja, aber in Jubel wollte am Freitag in Kiel niemand ausbrechen, zumal die MVV sich auf ein neues Gesetz beruft, das noch nicht in trockenen Tüchern ist. Das aber schmälert nicht den Erfolg für Kiel: Oberbürgermeister Kämpfer bewies Nerven und Verhandlungsgeschick, die MVV während der zermürbenden Hängepartie niemals aus der Verantwortung zu entlassen. Rückendeckung erhielt er dabei über alle Fraktionsgrenzen hinweg von der Politik. Diese Geschlossenheit macht Mut.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bau von Gasmotoren-Heizkraftwerk
Foto: Hatten noch etwas zu besprechen: MVV-Chef Georg Müller (Mitte), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (links) und Stadtwerkechef Frank Meier.

Das Tauziehen um das neue Kieler Gasmotoren-Heizkraftwerk ist entschieden. Auf einer Pressekonferenz im Rathaus wurde am Freitagmorgen bekannt gegeben, dass die Landeshauptstadt Kiel und das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie das 290 Millionen Euro schwere Projekt nun doch gemeinsam anpacken wollen.

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