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Martina Drexler zur Fristverlängerung für Möbel Kraft

Kommentar Martina Drexler zur Fristverlängerung für Möbel Kraft

Möbel Kraft will nach Kiel: Das Bekenntnis zum Standort zeigt sich schon daran, dass das Möbelhaus von seinem Rücktrittsrecht keinen Gebrauch gemacht und Anpassungen im Vertrag zugestimmt hat. Zudem hat es bereits viel Geld gezahlt, um sich das Gelände auch gegenüber Konkurrenten langfristig zu sichern.

Aber die entscheidende Frage lautet nach wie vor: Warum dauert es so lange, dass das Unternehmen an die von ihm so gelobte „1A-Adresse“ zieht? Sicher, man musste den Bürgerenscheid abwarten, rechtliche Unklarheiten beseitigen und verschärfte Auflagen erfüllen. Und trotzdem: Sollte das Unternehmen die Frist bis zum Schluss ausreizen, wäre über ein Jahrzehnt seit Bekanntwerden der Pläne vergangen, bis die ersten Kunden einkaufen könnten. Es spricht viel dafür, dass die Krieger-Gruppe, zu der Möbel Kraft gehört, mit langwierigen Bauvorhaben an anderen Standorten sehr belastet ist und sich offenbar finanziell und zeitlich Luft verschaffen will.

 Das größte private Investitionsprojekt, das die Stadt tief spaltete, steht zwar nicht auf der Kippe. Für die Stadt Kiel aber bedeuten die Verzögerungen, dass das Gelände weiterhin brachliegt und Vandalismus um sich greifen kann. Es entstehen noch keine neuen Arbeitsplätze, die Kleingärtner hätten ihre Parzellen noch viele Jahre länger behalten können. Und was passiert eigentlich, wenn sich das Areal in ein Biotop für seltene Tierarten wandeln sollte? Trotz der konkreten Fristsetzung mag keine rechte Freude aufkommen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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