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Michael Kluth zur Sportförderung

Kommentar Michael Kluth zur Sportförderung

Der Sport hat in der Landespolitik kein auch nur annähernd angemessenes Standing. Die Sportförderung des Landes Schleswig-Holstein ist, verglichen mit allen anderen Bundesländern, ein Hohn.

Dabei gibt es keinen anderen Bereich von vergleichbarer gesellschaftspolitischer Relevanz. Sport ist die größte gesellschaftliche Klammer im Land, mit erheblichen positiven Effekten für Kinder und Jugendliche, für Senioren, für Minderheiten und für die Masse. Wir reden von einer Million Menschen, 80000 Ehrenamtlern, 2600 Vereinen. Sport ist Bewegung, Gesundheit, Gemeinschaft, Integration, Organisation, Verantwortung, Freude – und ein Wirtschaftsfaktor: Der Anteil des Sports an der Bruttowertschöpfung in Schleswig-Holstein liegt mit zwei Milliarden Euro bei 2,7 Prozent. Zum Vergleich: Die Landwirtschaft einschließlich Forst und Fischerei liegt bei 1,4 Prozent.

Eines ist der Sport nicht: politisch. Wer nach Feierabend zur Sporttasche greift, der denkt nicht an Mehrheitsbeschaffung in politischen Gremien, sondern will junge Leute trainieren oder selbst aktiv werden. In politischer Lobbyarbeit sind Wohlfahrts-, Sozial- und Wirtschaftsverbände dem Sport weit voraus. Zeit für eine Aufholjagd. Der Landessportverband macht der Landespolitik jetzt mit einer lauten und starken Resolution Beine. LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen tritt verstärkt in den Landtagsfraktionen und öffentlich auf. In einem Jahr ist Landtagswahl. Nicht der schlechteste Zeitpunkt für eine sportpolitische Offensive.

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Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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