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Mirjam Moll zu den Roaming-Gebühren

Kommentar Mirjam Moll zu den Roaming-Gebühren

Die Bedeutung des Digitalen Binnenmarkts ist offenbar noch nicht zu allen EU-Mitgliedern durchgedrungen. Ein roamingfreies Europa wäre ein Signal für einen Aufbruch, der jahrelang verschlafen wurde – was dazu geführt hat, dass sich zukunftsfähige Unternehmen auf dem digitalen Markt gar nicht erst entfalten konnten.

Viel zu lange haben sich Netzanbieter an den einst ungedeckelten Auslandsgebühren eine goldene Nase verdient, als Smartphones und mobiles Internet hinzukamen, sprudelte eine weitere Geldquelle. Mit den Höchstgrenzen für Roaminggebühren und ihrer stufenweisen Absenkung wurde schon vieles besser. Die endgültige Abschaffung der Auslandskosten wäre nur der letzte logische Schritt.

Dass sich die EU-Länder dem entgegenstellen, ist kaum nachvollziehbar. Die Befürchtung, die Telekommunikationsunternehmen könnten den Verbrauchern mit dem Wegfall der Gebühren höhere Preise für ihre Mobilverträge aufbrummen, klingt dabei wie ein Vorwand. Schon jetzt ist der Konkurrenzkampf zwischen den Mobilfunkanbietern so groß, dass er die Preise von Verträgen mit Endlosfreiminuten und unbegrenztem Downloadvolumen für das mobile Internet purzeln lässt. Mit dem Ende der Auslandsgebühren würde der Wettbewerb weiter befeuert – zugunsten der Verbraucher.

Wenn Europa seine Wirtschaft ankurbeln will, wird es Zeit, endlich Barrieren abzubauen und in den Digitalen Binnenmarkt zu investieren. Die Interessenvertretung nationaler Telekomfirmen passt damit nicht zusammen.

Von Mirjam Moll

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