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Niklas Schomburg zum THW Kiel

Kommentar Niklas Schomburg zum THW Kiel

Der THW Kiel hat das zweite Spiel in Folge verloren. Das stößt vielen vor allem sauer auf, weil die Gegner nicht Barcelona und Paris hießen, sondern Hannover und Melsungen.

Sollte nicht alles besser werden in diesem Jahr? Nun machen zwei verlorene Spiele noch keine Krise. Dennoch ist erschreckend, wie schnell die ersten guten Eindrücke verpufft sind. Die Zebras verfielen in alte Muster: Chancenwucher, statisches Angriffsspiel, Verunsicherung. Vor der Saison hatten die Verantwortlichen deutlichst Ergebnisse gefordert, auch angesichts einer kompletten Vorbereitung und dem Fortschritt des viel zitierten Umbruchs. Diese Ergebnisse heißen: Siege und Titel. Mit einer Leistung wie in Melsungen ist das nicht zu schaffen.

Dass der THW schon vor den Partien gegen die Löwen und Flensburg vier Minuspunkte auf dem Konto hat, ist enttäuschend. Aber es ist nicht das ganze Bild. Der kommende Meister wird mehr als drei „Miese“ haben. Und die Bundesligaspitze ist breiter und dichter als in den goldenen Kieler Jahren. Teams wie Melsungen, Magdeburg oder Berlin können die „Großen“ jederzeit ärgern, das erfuhr auch Flensburg in Hannover.

Sicher kann man ob der schwachen Leistung in Kassel die Trainerfrage stellen, das ist nicht verboten. Doch die Antwort auf zwei verlorene Spiele kann nicht „Gislason raus“ lauten. Trainer, Manager, Spieler – sie alle müssen Fehler aufarbeiten. Doch um erfolgreich sein zu können, braucht der THW auch die Unterstützung der Fans. Die Antwort muss also lauten: Reißt euch zusammen. Alle.

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