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Niklas Wieczorek zum Einsatz gegen Raser

Kommentar Niklas Wieczorek zum Einsatz gegen Raser

Schleswig-Holstein ist ein Flächenland. Dementsprechend muss sich auch die Landespolizei aufstellen, um von Nordfriesland bis zum Herzogtum Lauenburg gegen Raser und Drängler vorgehen zu können.

Die Videowagen aus der Fläche abzuziehen, wie es in der Polizeiführung derzeit diskutiert wird, wäre daher ein schwerwiegender Fehler. Sicherlich: Jeder Autofahrer kennt das Drängeln besonders ungeduldiger Fahrer auf der Autobahn, die dicht auffahren, am liebsten ständig überholen wollen und so andere gefährden. Dass die wichtigen Schnellwege A7 und A1 daher von den Videowagen aus Neumünster und Bad Oldesloe dichter überwacht werden könnten, ist sicherlich kein Nachteil für die Verkehrssicherheit in Schleswig-Holstein. Erst recht nicht mit Blick auf den zunehmenden Verkehr nach dem A7-Ausbau.

Doch gerade für Drängler und Raser auf dem Land ist der Abschreckungseffekt entscheidend: Von den langgezogenen Land- und Bundesstraßen in den weniger dicht besiedelten Kreisen Dithmarschen oder Nordfriesland kennen wir besonders grausame Unfälle. Wer dort auch nur den leisesten Drang verspürt, den Fuß fester auf das Gaspedal zu drücken, sollte zumindest die Befürchtung haben, damit schnell aufzufallen. Dank der Einsätze der Videowagen muss sich der Gasfuß dann mit einer empfindlichen Anzeige auseinandersetzen. Und zwar jederzeit und überall im Land.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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