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Nur Paragrafen reichen nicht

Dauereinsatz Nur Paragrafen reichen nicht

Im digitalen Zeitalter verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Immer mehr Arbeitnehmer checken abends am Heim-PC noch mal schnell Dienstmails oder verlassen am Sonntag eilig den familiären Frühstückstisch, wenn auf ihrem Handy die Nummer des Chefs aufblinkt.

So viel Einsatz ist löblich, schadet aber dem sozialen Leben und kann sogar krank machen.

Sozialministerin Kristin Alheit hat dieses Problem erkannt und will das Recht auf einen Feierabend gesetzlich verankern. Mit einigen Paragrafen im Arbeitsschutzgesetz ist es allerdings nicht getan. Gelöst werden kann das Problem nur in den Unternehmen und Dienststellen. Und zwar durch klare Absprachen darüber, wann, wie und in welchen Fällen Chefs ihre Mitarbeiter nach Dienstschluss oder im Urlaub behelligen dürfen.

In der Automobilbranche gibt es radikalere Lösungen. Ein Konzern sperrt seinen Server über Nacht und blockiert so Mitarbeitermails. In einem anderen Autowerk dürfen Urlauber ihren Dienst-Account so einstellen, dass Mails automatisch gelöscht werden.

Bei einem großen Autohersteller gibt es sogar eine Betriebsvereinbarung, die Heimarbeit regelt und das inklusive des Rechts, außerhalb der vereinbarten Zeiten nicht erreichbar zu sein. Handy und Laptop sind also nicht nur Fluch, sie können auch Segen sein. Sie ermöglichen es, das Büro frühzeitig zu verlassen, das Kind aus der Kita abzuholen, von zu Hause die Restarbeit zu erledigen – und dann endlich Feierabend zu machen.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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