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Patrick Tiede zu den Schulassistenten

Kommentar Patrick Tiede zu den Schulassistenten

So musste es ja kommen: Seit gut einem Jahr wird über Sinn und Unsinn der noch von Bildungsministerin Waltraud Wende initiierten Schulassistenten gestritten. Und zu dem Zeitpunkt, an dem sie endlich den Dienst aufnehmen sollten, sind sie gar nicht da.

Unabhängig von der fachlichen Debatte ist das ein logistisches Armutszeugnis für die Landesregierung. Es war absehbar, dass die Kreise die Trägerschaft für die Hilfskräfte nicht übernehmen wollen. Es war absehbar, dass Bewerbungsverfahren eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Und es war letztlich absehbar, dass das rot-grün-blaue Inklusionsprojekt zum Schulbeginn nicht startklar sein würde. Und doch hielt Bildungsministerin Britta Ernst an dem Termin fest. Das könnte man starrsinnig nennen. Es ist aber wohl vielmehr hasenfüßig: Die Ministerin hätte das Projekt um ein Jahr verschieben müssen. Doch sie traute sich nicht, weil der Spott der Opposition sich kübelweise ergossen hätte.

Ausbaden müssen das nun die Eltern von Kindern mit Behinderung. Sie stehen vor unsicheren Wochen: Die Schulassistenten sind noch nicht da. Die Schulbegleiter sind zum Teil nicht mehr da, weil die Kreise hinter den Kulissen um die Verwendung der Gelder feilschen. Und wenn sie doch da sind, ist unklar, welche konkrete Aufgabe ihnen zukommt.

Gemessen an den Ansprüchen, die die Koalition im Bereich der Inklusion hat, ist das eine echte Schlappe. Und ein typischer Fall von „Gut gemeint und schlecht gemacht“. Für alle Beteiligten heißt es jetzt wohl nur noch: Augen zu und durch.

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Patrick Tiede
Redaktion Lokales Kiel/SH - Landeshaus-Korrespondent

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Kompetenzgerangel
Foto: Schulministerin Britta Ernst (SPD) will, dass Schulassistenten und -begleiter zusammenfinden.

Die Einführung der Schulassistenten im Land verzögert sich. Bislang hat keine einzige Hilfskraft in Landesträgerschaft den Dienst aufgenommen. Das bestätigte das Bildungsministerium auf Nachfrage.

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