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Patrick Tiede zum Grünen-Landesparteitag

Kommentar Patrick Tiede zum Grünen-Landesparteitag

Bei den Grünen im Land ist einiges in Bewegung geraten. Erst kündigt Robert Habeck seine Spitzenkandidatur für den Bund an, dann wählt die Partei Arfst Wagner zum neuen Co-Landesvorsitzenden. Und das alles innerhalb einer Woche. Alle Achtung, mehr Wechsel geht nicht.

Doch: Wirklich überraschend ist beides nicht. Habecks Abgang hatte sich angekündigt, sein Bekenntnis war eher eine Frage des Zeitpunkts. Und so unfreiwillig dieser letztlich gewählt gewesen sein mag, so klar ist nicht erst seit dem Lübecker Parteitag: Der Vize-MP hat das Zeug dazu, im Bund eine wichtige Rolle zu spielen. Ob die Grünen ihn aber überhaupt lassen, ist eine andere Frage. Will Habeck die Berliner Strippenzieher um Özdemir & Co hinter sich lassen, wird er die Basis von Flensburg bis Freiburg erobern müssen, so wie er den Landesverband am Wochenende mit starken Reden wieder hinter sich gebracht hat. Es gibt bundesweit viele, die ihm das zutrauen.

Arfst Wagner gehört auch dazu. Seine Wahl zum Landeschef ist nicht nur dem unauffälligen Amtsvorgänger Peter Stoltenberg geschuldet. Sie kann auch als Reaktion der Basis auf einige Fern- und Höhenflüge der regierenden Grünen gelesen werden. Querdenker Wagner dürfte für manch politischen Querschuss gut sein. Und damit zugleich für mehr Emanzipation von den Sozialdemokraten sorgen. Habecks Abgang und Wagners Anfang sind markante Wechsel zur Mitte der Legislatur. Die Grünen gehen viel Risiko. Gut so: Politik erschöpft sich nicht im Festhalten an Bewährtem.

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