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Paul Wagner zur Kontrolle der Rader Hochbrücke

Kommentar Paul Wagner zur Kontrolle der Rader Hochbrücke

Die künstliche Lebensverlängerung des Patienten Rader Hochbrücke fordert in den kommenden zehn Jahren vor allem Langsamkeit. Experten sind sich einig, dass die Belastungen durch Lastwagen, die dem maroden Bauwerk am meisten zusetzen, dauerhaft ausgebremst werden müssen.

Je eher, desto besser. Da Vertrauen gut, Kontrolle aber bekanntlich besser ist, ist es eine Frage der Vernunft und im Interesse der Allgemeinheit, die Geschwindigkeiten bis zum Abriss der Brücke mit einer fest installierten Blitzanlage zu überwachen. Denn die vergangenen Monate haben gezeigt: Tempo-60-Schilder allein reichen nicht.

Dass sich die Installation von vier Blitzgeräten jetzt verzögert, freut sicher manchen Autofahrer, wirft aber Fragen auf. Warum hat das Verkehrsministerium nicht von Anfang an klar gesagt, dass das Land beziehungsweise der Bund als Eigentümer der Autobahn für alle Kosten oder gar ein mögliches Defizit aufkommen wird? Klar ist: Der klamme Kreis, der die Anlage auf Vorschlag des Ministeriums betreiben soll, will nicht auf dem Kostenrisiko sitzenbleiben und drängt auf Nachverhandlungen.

Dem Autofahrer ist es egal, ob nun der Kreis, das Land oder der Bund die Kosten für den Bau der Blitzer übernimmt. Er will vor allem, dass das fragile Bauwerk noch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts Millionen von Autos sicher über den Kanal trägt. Dazu sollten die Beteiligten allmählich in die Puschen kommen. Der Schwerverkehr rollt rund um die Uhr und nimmt keine Rücksicht auf die bevorstehenden parlamentarischen Sommerpausen.

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Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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Kreis Rendsburg-Eckernförde
Foto: Um die Lebensdauer der maroden Rader Autobahnbrücke zu verlängern, sollen vor allem die 7000 Lkw täglich so langsam wie möglich über die Brücke rollen. Daher gilt für sie ein Tempolimit von 60.

Tauziehen um die geplante Blitzanlage auf der Rader Hochbrücke: Eigentlich sollte der Hauptausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde jetzt grünes Licht für den Bau von vier fest installierten Geschwindigkeitsmessern im Verlauf der Autobahn 7 geben.

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