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Anne Holbach zur Pferdesteuer

Pro-Kommentar Anne Holbach zur Pferdesteuer

Die Bürgermeisterin von Groß Rönnau ist mutig. Sie stellt die Pferdesteuer in ihrer Gemeinde zur Debatte, obwohl sie genau weiß, dass die Reiterschaft in der Umgebung dagegen Sturm laufen wird.

Dabei ist die Idee aus kommunaler Sicht verständlich: Die Tiere verschmutzen mit ihren Pferdeäpfeln die Straßen und nutzen öffentliche Wege ab. Die Gemeinde muss sie sauber und instand halten. Das kostet.

Auch Hundehalter werden zur Kasse gebeten. Sie zahlen in Schleswig-Holstein zwischen 20 und 130 Euro im Jahr pro Hund. Und das, obwohl ihre Vierbeiner deutlich kleinere Haufen hinterlassen. Gerecht ist das nicht. Warum also nicht auch Pferde besteuern?

Gegner argumentieren, dass Reiten kein Luxushobby, sondern ein Breitensport sei, der damit gefährdet werde. Und man mit einer Pferdesteuer vor allem Jugendliche und Kinder treffe – beziehungsweise deren Eltern.

Aber doch nicht der Sport wird besteuert, sondern der Besitz. Für einen Großteil der jungen Reiter ist ein eigenes Pferd ohnehin nur ein Traum, sie sitzen auf Schul- oder Pflegepferden. Direkt treffen würde sie die Steuer nicht. Ihren Sport ausüben könnten sie nach wie vor.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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