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Sven Detlefsen zur 60. Nordbau

Kommentar Sven Detlefsen zur 60. Nordbau

60 Jahre und kein bisschen leise: Die NordBau zeigt keine Alterserscheinungen – im Gegenteil. Der Messestandort rund um die Holstenhallen hat sich gemausert. Die Modernisierung in den vergangenen Jahren gibt der Baumesse mit mittlerweile nordeuropäischem Anspruch einen zeitgemäßen Auftritt. Schon aus aktuellen Anlässen dürfte die Branche in den kommenden Jahren an gesamtwirtschaftlicher Bedeutung zulegen.

Mehr Wohnungsbau, Sanierung von Straßen und Ausbau der Infrastruktur sowie Modernisierung im Gebäudebestand: Dem Bausektor gehen die Themen nicht aus. Die NordBau zeigt, dass weite Teile der Branche derzeit vor Kraft strotzen. Die Auftragsbücher sind voll, die Zinsen niedrig, da wird auch beim Messeauftritt geklotzt und nicht gekleckert. Für die Messe-Veranstalter in den Holstenhallen ist das überaus erfreulich. Mit ihrer Ausrichtung auf Inhalte, Schwerpunkte und Kongresse haben sie das Profil geschärft. Solange das Fachpublikum weiterhin kommt, stört es auch nicht, dass die Besucherzahlen über die Jahre auf unter 70000 gesunken sind.

Dennoch sollte zum 60. Geburtstag nicht zu viel Selbstzufriedenheit aufkommen. Die Messemacher müssen am Ball bleiben und immer wieder neue Reize setzen. Die Baubranche steht außerdem vor einer Riesenherausforderung. Im derzeitigen Boom haben die klassischen Lehrberufe auf dem Bau akute Nachwuchssorgen. Es fehlt das Fachpublikum der Zukunft.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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