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Tamo Schwarz zur Wiederwahl Sepp Blatters

Kommentar Tamo Schwarz zur Wiederwahl Sepp Blatters

Es macht fassungslos, dass der Fußball angesichts dieses beispiellosen Korruptionsskandals, der sich wie ein Geschwür durch den weltweit größten Sportverband zieht, nicht über ausreichende Selbstreinigungskräfte verfügt.

Die Mafiosi der „Fifa Nostra“ korrumpieren, schmieren, diktieren, doch ihr Präsident, der Sonnenkönig Joseph S. Blatter, lächelt eine Mega-Affäre einfach weg.

Er bekommt einen Denkzettel, scheitert gar im ersten Wahlgang. Demut war allerdings selten ein Ratgeber für Protagonisten auf den Bühnen der ekelerregendsten Schmierentheater. Don Sepp fleht um Stimmen, schiebt die Schuld auf andere, skizziert die Fifa als Opfer Einzelner und reagiert nach dem Rückzug seines Widersachers auf seine Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten mit selbstgefälligen Siegerposen.

Und die Uefa, allen voran ihr Boss Michel Platini? Sie schaut zu, avancierte zum zahnlosen Tiger mit großer Klappe und vollmundigen Drohungen. So recht hat wohl auch Platini nichts einzuwenden gegen Weltmeisterschaften in Russland und Katar. Die Fernsehsender schauen ebenfalls zu, denken nicht einmal nach über einen Boykott. Und die Politiker? Rufen laut „Skandal!“, haben aber Jahre lang vor allen Kameras Blatters Hand geschüttelt.

Bleiben die, die als einzige an einem noch längeren Hebel als die Fifa sitzen: die Sponsoren. Coca Cola und Co. hätten die Macht, dem demolierten Sonnenkönig Joseph S. Blatter und seiner kriminellen Organisation den Geldhahn zuzudrehen – und Blatters Siegerposen gefrieren zu lassen.

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