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Thomas Pfeiffer zu den Canes

Kommentar Thomas Pfeiffer zu den Canes

Natürlich ist die Enttäuschung groß. Die Kiel Baltic Hurricanes haben das Halbfinale in der German Football League (GFL) verloren. Der Titelgewinn vor sechs Jahren bleibt einmalig.

Doch wenn in einigen Tagen Spieler, Trainer und Verantwortliche im „Exit-Meeting“ die Saison analysieren, wird schnell ein korrektes Fazit gezogen werden: Wir haben aus unseren Möglichkeiten das Beste gemacht. Die Möglichkeiten waren begrenzt: Zwei Trainerwechsel in der Saisonvorbereitung hatten die nötige Automatisierung der komplexen Spielzüge rechtzeitig zum Saisonstart unmöglich gemacht. Die daraus resultierenden frühen Niederlagen egalisierte das neu zusammengestellte, junge Team im weiteren Verlauf der Spielzeit 2016 mit Bravour. Das zweite Handicap des Klubs ist schwieriger zu bewältigen: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der GFL verändern sich. Bislang haben kleine bis mittelständische Sponsoren aus der jeweiligen Region „ihren“ Verein unterstützt. Das ist ehrenwert, für den Titelgewinn wird es in Zukunft aber nicht mehr reichen. Das Mode-Unternehmen „New Yorker“ war mit den Lions Braunschweig der Vorreiter, der Einstieg von Samsung bei Frankfurt Universe hat in diesem Jahr eine neue Ära eingeleitet.

Bei allem Engagement auf der sportlichen Ebene benötigen die Baltic Hurricanes neue Geldquellen. Ohne diese wird der Klub weiter Bundesliga-Football spielen können. Aber der zweite Meistertitel wird ein unerfüllbarer Traum bleiben.

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