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Ulf B. Christen zu den Schulassistenten

Kommenatr Ulf B. Christen zu den Schulassistenten

Die Landesregierung ist kurz davor, sich lächerlich zu machen. Für die mehr als 300 Schulassistenten, die in gut elf Wochen bei der Inklusion in Grundschulen helfen sollen, gibt es bis heute keinen Einsatzplan. Nach fast einem Jahr Vorlauf ist nicht einmal klar, wer die Hilfskräfte anstellen soll. Das riecht nach Schilda.

Die Regierung ist dabei sehenden Auges in das Schlamassel gelaufen. Es war stets klar, dass das Land die von ihm bezahlten Hilfskräfte nicht selbst anstellen darf. Grund ist die Schuldenbremse. Sie zwingt das Land dazu, Personal abzubauen. Zusätzliche Mitarbeiter sind kaum zulässig, eine neue Berufsgruppe wie Schulassistenten ist tabu.

Die Regierung versucht daher, die durchfinanzierten Stellen bei den Kommunen unterzubringen. Erste Wahl waren die Kreise, die auch die Schulbegleiter managen. Nun sollen die Städte und Gemeinden als zweite Wahl einspringen. Ob die Notlösung gelingt, ist offen. Die Sinnfrage scheint für die Regierung zweitrangig geworden zu sein. Es gibt berechtigte Zweifel, dass die Hilfspädagogen vor allem bei den Gemeinden gut aufgehoben sind.

So umstritten wie die Trägerfrage, so unklar ist, wo die Hilfskräfte in den Schulen assestieren sollen und welche Qualifikation sie mitbringen müssen. Der Mindeststandard, es sollen „sozialerfahrene Menschen“ sein, ist wahrlich kein KO-Kriterium. Oder wie die GEW es formuliert: Soziale Erfahrungen haben alle Menschen außer Robinson, bevor Freitag auf der Insel vorbeigeschaut hat.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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