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Ulf B. Christen zu den UKSH-Helfern

Kommentar Ulf B. Christen zu den UKSH-Helfern

Wer über „Schläfrig-Holstein“ spottet, wird angesichts der Flüchtlingswelle eines Besseren belehrt. Die Landesregierung organisiert schnell und unbürokratisch neue Aufnahmeeinrichtungen und das Uni-Klinikum stellt in Windeseile und ohne Blick auf die Bezahlung ein Freiwilligen-Team zusammen, um Asylbewerber medizinisch zu versorgen.

Das ist alles andere als schlafmützig, das ist gelebte und damit echte Solidarität.

Der UKSH-Einsatz zeigt allerdings auch, dass Flüchtlinge weit mehr als ein Dach über dem Kopf brauchen. Für ihre Gesundheit benötigen sie Ärzte, Pflegekräfte und im Ernstfall Krankenhäuser. Und mit diesen Grundbedürfnissen eines jeden Menschen ist es nicht getan. Flüchtlinge mit Asylanspruch müssen so schnell wie möglich Deutsch lernen, in die Arbeitswelt und in das gesellschaftliche Leben vom Sportverein bis zur Freiwilligen Feuerwehr integriert werden.

Wie gewaltig die Herausforderung ist, belegt eine einzige Zahl. In diesem Jahr retteten sich schon mehr als 11000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein. Bis Weihnachten könnten es 25000 werden. Das sind mehr Menschen als derzeit in Eckernförde leben und dreimal so viele wie in Plön. Dieser Flüchtlingsansturm wird die Willkommenskultur auf eine harte Probe stellen. Schleswig-Holstein wird sie nur bestehen, wenn mehr Nordlichter sich kreativ engagieren und die Politik in Berlin Flüchtlinge ohne Asylanspruch so human wie möglich wieder nach Hause schickt.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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UKSH-Ärzte unterstützen das Land

Die Landesregierung hat die medizinische Versorgung der Flüchtlinge mit einer Notaktion sichergestellt. Auf Bitte des Innenministeriums nahmen Freiwillige des Uni-Klinikums am Mittwoch die ersten Gesundheitschecks in den neuen Aufnahmeeinrichtungen in Rendsburg und Albersdorf vor.

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Krankenhäuser in Schleswig-Holstein
Foto: Die Wohncontainer in Rendsburg stehen. Doch auch die medizinische Versorgung der Flüchtlinge ist für das Land eine Herausforderung.

Das Uniklinikum kann mit seinem Hilfseinsatz für Flüchtlinge nur eines von mehreren Versorgungsproblemen lösen. Viele Krankenhäuser beklagen, dass Asylbewerber zunehmend wegen der schlechten medizinischen Versorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen in die Notfallambulanzen kommen.

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